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28.05.2020, 13:48 Uhr
CDU Pfungstadt kritisiert Diskussion um ICE-Südanbindung

CDU Pfungstadt kritisiert die aktuelle Diskussion zur Südanbindung Darmstadts an die ICE-Neubaustrecke – „Der Hauptbahnhof Darmstadt muss auf Darmstädter Stadtgebiet an die Neubaustrecke angebunden werden!“

Maximilian Schimmel

Im letzten Beteiligungsforum zur Planung der ICE-Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim am vergangenen Montag war die Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs zum wiederholten Male Thema der Diskussion. Gerade die Frage der Südanbindung Darmstadts an die Neubaustrecke wurde dabei erörtert und wieder einmal bis in den Herbst vertagt.

In diesem Zusammenhang spricht sich die CDU Pfungstadt klar gegen eine Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes an die Neubaustrecke über Pfungstädter Gebiet aus. Die Überlegung ist dabei von der Bundesautobahn A 5 auf die Bundesautobahn A 67 südlich von Pfungstadt eine Spange zu schlagen. Bereits im September 2017 wurde eine solche Anbindung als zu langsam und nicht praktikabel dargestellt. Umso verwunderter sind die Pfungstädter Christdemokraten nun, dass diese Diskussion durch eine Darmstädter Bürgerinitiative wieder eingebracht und nun von der Deutschen Bahn nochmals intensiv geprüft wird. Daher fordern die Pfungstädter CDU`ler, dass diese Prüfung nicht weitergeführt und das Ansinnen der BI abgewiesen wird.

Die CDU Pfungstadt betont dabei ausdrücklich, dass eine Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes nicht auf dem Rücken der umliegenden Kommunen stattfinden darf. Sei es bei der Nordanbindung auf Griesheimer oder Weiterstädter Stadtgebiet oder im südlichen Teil auf Pfungstädter Gemarkung: eine Anbindung kann und darf nur in einem partnerschaftlichen Verhältnis auf Augenhöhe geschehen. Dies bedeutet auch, etwaige Nachteile einer solchen Anbindung nicht an andere weiterzureichen. Hier ist das Verantwortungsbewusstsein der Stadt Darmstadt für die gesamte Region gefragt, appellieren die Christdemokraten auch an die Vertreter der Stadt Darmstadt im Beteiligungsforum.

Einer Führung der ICE-Strecke direkt am Stadtgebiet entlang und im Anschluss quer durch die Gemarkung muss die gesamte Stadt Pfungstadt eine Absage erteilen, fordert die örtliche CDU. „Einer unnötigen Schaffung von Lärm für die Bürgerinnen und Bürger muss hier ein Riegel vorgeschoben werden“, so der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Maximilian Schimmel. Er ergänzt: „Ebenso kann es nicht sein, dass eine solche Anbindung wertvolles Ackerland grundlos zerschneidet und Naturdenkmäler wie das Pfungstädter Moor zerstört werden.“ Gerade das Pfungstädter Moor ist ein schützenswertes Areal und Naturschutzgebiet, aufgrund dessen eine Zerschneidung unbedingt verhindert werden muss.

Weiterhin weisen die Pfungstädter Christdemokraten daraufhin, dass auch in dieser Frage das Verursacherprinzip gilt. Wer die Vorteile eines ICE-Halts genießt, der muss auch für die Auswirkungen aufkommen. Daher kritisiert die CDU Pfungstadt die IG „Kein ICE entlang der Eschollbrücker Straße“, die zum wiederholten Male wider besseren Wissens eine Trassenführung über Pfungstädter Gemarkung ins Spiel bringt. Es kann nicht das Interesse einer einzelnen Bürgerinitiative zulasten einer ganzen Stadt und ihrer Gemarkung gehen. Die Zerstörung wichtiger Naturschutzgebiete, die Belastung einer gesamten Stadt, die Zerstörung des Zusammenhalts einer Region und die schwere Belastung des Gesamtprojekts ICE-Neubaustrecke aufgrund des Eigeninteresses einzelner muss dringend verhindert werden.

Die Pfungstädter CDU fordert daher eine sofortige Beendigung der Diskussion um eine Anbindung der ICE-Neubaustrecke auf Pfungstädter Stadtgebiet. Um dies zu erreichen, müssen alle Beteiligten in der Stadt Pfungstadt zusammenhalten. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Eberhard Klüber appelliert daher an alle in Pfungstadt: „Lasst uns zusammen diese Diskussion unterbinden und mit gebündelten Kräften die Projektbeteiligten von dieser Idee abbringen.“ Eine Belastung der Stadt Pfungstadt durch einen ICE-Halt in Darmstadt muss unbedingt verhindert werden.