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24.08.2020, 11:44 Uhr
Bau eines bezahlbaren Schwimmbads in Pfungstadt
 Die CDU Pfungstadt begrüßt die neuen Pläne zum Bau eines Schwimmbads in Pfungstadt. Dabei soll ein bezahlbares Bad für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit entstehen. Steuererhöhungen für den Bau eines neuen Schwimmbades lehnt die CDU entschieden ab, daher sprechen sich die Christdemokraten für einen planbaren jährlichen Zuschuss aus, der aus dem laufenden Haushalt zu stemmen sein muss,
CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Eberhard Klüber

Aufgrund der aktuellen Haushaltslage und der erwarteten zukünftigen Entwicklung der Steuereinnahmen, setzt sich die CDU für den Bau eines bezahlbaren Schwimmbades für 10 Mio. € ein. Dieses Bad soll für Schulen, Vereinen/Gruppen und die Öffentlichkeit zugänglich sein. 

Besonders im Blick haben wir dabei den jährlichen Betriebskostenzuschuss, den die Stadt für einige Jahrzehnte leisten muss. Da wir dazu keine Steuererhöhungen wollen, müssen diese Mittel durch Einsparungen und Umschichtungen im Haushalt erzielt werden. Dazu gibt es umsetzungsreife Vorschläge zur Optimierung des Betriebshofes sowie Hinweise vom Hessischen Rechnungshof zu möglichen Einsparungen. Wir halten daraus die Finanzierung eines Betriebskostenzuschuss von circa 500 T€/Jahr für machbar.

Zum Standort des neuen Bades unterstützen wir den von Bürgermeister Koch ins Gespräch gebrachten Standort an der Rheinstraße. Dieser ist an den ÖPNV angebunden und liegt günstig zu den Schulen und Stadtteilen (die damit endlich den Anbindungsvorteil hätten, den früher die Gemeinde Seeheim-Jugenheim zum alten Standort hatte). Weiterhin kann wegen der Nähe zur Kläranlage die im Abwasser ganzjährig vorhandene Wärme zur Energiegewinnung und Senkung der Betriebskosten genutzt werden. Außerdem ist dieser Standort unabhängig vom Abriss/Nutzung der Altbebauung sofort bebaubar.

Weiterhin ist die CDU Pfungstadt der Meinung, dass bei entsprechender Entwicklung der Finanzkraft von Pfungstadt dort auch in einigen Jahren die Erweiterung um Freibad denkbar wäre.

Mit der alternativ geplanten größeren Bad-Variante einschließlich Sauna am alten Standort, sind ein erheblich größerer Nutzungskomfort aber auch deutlich höhere Kosten und große unternehmerische Risiken verbunden. Die vorgelegten Zahlen reagieren hier außerordentlich empfindlich auf kleine Änderungen der Eingangsgrößen (z.B. unerwartet niedrigere Besucherzahlen und geringfügig höhere Kosten). Aus dem Betrieb von Sauna und Gastronomie/Events sollen rechnerische Zusatzerlöse von ca. 380.000.- €/Jahr erzielt werden. Angesicht der zahlreichen, erst kürzlich geschlossenen Gaststätten in Pfungstadt (Adler, Goldener Anker, Kirchmühle, Ratsschänke, …) ist dieser Ansatz zu hinterfragen. Auf keinen Fall sollte dieses Risiko mit Steuergeldern abgedeckt werden. Hier wären private Investoren gefragt.

Das alte Schwimmbadgelände sollte umgehend für eine mit der Umgebung verträglichen Nutzung vermarktet werden. Denkbar wären hier Investoren aus den Bereichen Hotel/Freizeit/Wellness oder Gesundheit/Reha/Verwaltung. Der Investor sollte dann auch die Werthaltigkeit der bestehenden Sauna beurteilen und den Abriss der Altbebauung übernehmen.