Neuigkeiten
21.11.2018, 12:09 Uhr
Neuer Aufzug am Bürgerbüro

In der Stadtverordnetenversammlung vom 19. November 2018 haben die Stadtverordneten gerade noch einmal die „Kurve bekommen“ oder richtiger gesagt die „Treppe genommen“. Zur Entscheidung stand der neue Aufzug am Bürgerbüro, damit das Gebäude endlich barrierefrei und damit auch für Rollstuhlfahrer nutzbar wird.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Eberhard Klüber

Nach monatelanger Vorbereitung und Diskussion stand ein Vorschlag zur Abstimmung, der weder vom Bürgermeister noch von den Mitarbeitern der Verwaltung unterstützt wurde. Dabei sollte ein Aufzug an der Außenseite des Gebäudes in der Schmiedgasse, der innerhalb des Gebäudes nur schwer zu finden und den gesamten Besucherverkehr quer durch das Gebäude geführt hätte, errichtet werden. Gegen den Willen ihres Bürgermeisters hatten die SPD-Fraktion vereint mit weiteren Fraktionen diesen Vorschlag durchgesetzt und auf die Tagesordnung genommen.

Nach leidenschaftlicher Diskussion wurde dann doch mit breiter Mehrheit einem Änderungs-antrag der CDU-Fraktion zugestimmt.

Jetzt wird ein Aufzugsschacht mit integriertem Treppenhaus, freistehend vor der Nord-West-Seite des Stadthauses, errichtet. Die Zugänge zu den einzelnen Geschossen erfolgen über Stege etwa in der Mitte des Gebäudes. Dies Lösung ist zwar auf den ersten Blick teurer als die „Notlösung“ an der Schmiedgasse. Sie hat jedoch den wichtigen Vorteil, dass das ohnehin sanierungsbedürftige Treppenhaus gleichzeitig ersetzt wird, die vertikale und horizontale Erschließung des Gebäudes verbessert, eine Erweiterung des Gebäudes möglich bleibt und eine architektonische Aufwertung erreicht wird. Darüber hinaus wird der Gedanke der Inklusion damit bestmöglich umgesetzt und Rollstuhlfahrer und Fußgänger benutzen weitgehend den gleichen Verkehrsweg.

Dies ist ein erster Schritt zur Sanierung und Erhaltung des Bürgerbüros, Stadthaus 2. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Nutzungsbedingungen für Mitarbeiter und Bürger müssen folgen. Damit wird auch ein Zeichen gesetzt, den Service der Stadtverwaltung im Zentrum unserer Stadt zu sichern und den schon geäußerten Gedanken einiger Fraktionen zur Ausgliederung der Verwaltung - etwa in das Industriegebiet - entgegen zu wirken.